Datum: Friday, 23. February 2018
Autor: Kevin R.
Rezensionen zu: Bergen Vitamin D3 5000 I.E + Vitamin K2 200mcg
sehr schnelle Lieferung, Lieferung Sonntag am 18. bestellt, Dienstagmittag am 20. bei mir angekommen.
Mit in der Lieferung enthalten war ein kleines Schreiben, falls man Probleme hat oder sich Rückmelden möchte beim Versender, mit angegebener Telefonnummer usw., fand ich sehr gut.
Großes Lob von meiner Seite dafür.
Zum Produkt:
Tabletten sind angenehm klein, ca. 6 mm und lassen sich sehr gut schlucken, auch durch eine Einkerbung kann man Sie sich ebenf. relativ einfach teilen.
Gut, wie das Produkt langfristig wirkt, wird dann ein D3 Serummessung im Labor zeigen, ich bin mal gespannt.
Tabletten sind im richtigen Mischungsverhältnis D3 und K2, auch für moderate Hochdosierer, die mehr als 10.000 Einheiten oder auch 15.000 Einheiten/Tag über einen bestimmten Zeitraum f. eine Blutserum-Spiegelerhöhung erreichen wollen, sicherlich gut geeignet, obwohl ich 15.000 IE/Tag für zu hoch halte.
[Hathcock JN, Shao A, Vieth R, Heaney R (2007) Risk assessment for vitamin D. Am J Clin Nutr 85:6–18 PMID: 17209171].
Hierbei bitte nicht die ausreichende Magnesium supplementation vergessen.
Allgemeines:
Zu einer Spiegelerhöhung möchte ich anmerken, dass man sowieso nicht mehr täglich zu sich nehmen sollte (hier: 8.000 - 15.000 IE), für vielleicht maximal 4 bis 6 Wochen (besser alle 12 Stunden die halbe angegeben Dosis über den Tag zweimal verteilen, bei recht hohen Dosen kann ein ganz schöner knock out Effekt eintreten), da ein langsames Einschleichen einer moderat hohen Dosis für den Körper langfristig viel besser zu verkraften ist als Höchstdosen für kurze Zeit, also beispielweise 20.000 bis 50.000 für 8 bis 10 Tage. Soll ja Menschen geben die diese Dosen einwerfen um möglichst schnell auf einen bestimmten Spiegel zu kommen.
Neueste Erkenntnisse in der Wissenschaft sagen relativ klar, dass kurzfristige Höchstdosis-Steigerungen sowieso nur relevant sind für Leute mit chronisch, prolongierten Erkrankungen oder quasi nicht vorhandenem D3-Grundspiegel.
Bei langfristiger Serumspiegel-Anhebung machen diese hohen Dosierungen meiner Ansicht nach keinen Sinn und sind auch überhaupt nicht zwingend nötig, da schon nach zwei bis drei Tagen relativ moderater Dosen der D3 Ansprechfaktor im Körper relativ gut ist, sprich für den Körper-Metabolismus schon ausreichend hohe Mengen f. eine Kurzzeitstabilisierung vorhanden sind.
Selbst mit langfristiger Einnahme über 8 bis 12 Wochen von Dosen in Höhe v. 4.000 IE, kann man sein Spiegel auch sehr gut steigern.
Zur Erinnerung:
Der menschliche Körper synthetisiert im Sommer bei maximal 30 Minuten Sonneneinstrahlung (UVB-Bereich bei ca. 311nm), je nach zu berücksichtigender Körpergröße und Gewicht 10.000 bis 20.000 IE.
Da man hier bei höheren Dosen, sprich über ca. 10.000 - 20.000 IE pharmakologisch auf den Körper-Metabolismus einwirkt, kann ich nur davor warnen überhohe Dosierungen einzunehmen, meiner Meinung nach spricht nichts dafür, der Natur, die nicht mehr als 20.000 IE über die Sonnenstrahlung erzeugt, hier mehr entgegenzusetzen, zumindest nicht als nicht chronisch Erkrankter.
Zur Sicherheit würde ich so einen Wert immer durch den Faktor 2 Teilen, da die Synthese über Sonneneinstrahlung immer noch etwas anderes ist als Tabletten oder Tropfen zu schlucken!
Und hier kommen nun endlich diese ganzen Naturheilpraktiker und Besserwisser mit ihren YouTube-Videos ins Spiel, die in diesen Empfehlung abgeben für Körpergewichte von 60 bis 130 Kilo, IE v. 30.000 ,40.000 ,50.000 ,60.000 oder 70.000 IE die folgenden 8 Tage zu sich zu nehmen. Man weiß nicht was man dazu sagen soll, aber wer meint derartig,um den Faktor 2 bis fast schon 4!, in seinen Hormonhaushalt übermäßig eingreifen zu müssen, der muss wissen was er macht!
[Sanders KM, Nicholson GC, Ebeling PR (2013) Is high dose vitamin D harmful? Calcif Tissue Int 92:191–206 PMID: 23250508]
Desweiteren entsteht an D3 Zellrezeptoren im menschlichen Körper, vor allem aber im Gehirn (ja, auch hier gibt es D3 Rezeptoren aber nicht überall ) auch irgendwann eine Resilienz, d.h., man bräuchte immer höhere Dosen (wenn man denn, da sich das ja viele erhoffen, erreichen möchte psychisch "besser drauf" zu sein) um eine annähernd gleichbleibende Wirkung zu erzielen.
Pharmakologisch betrachtet besitzen viele Drogen diesen Effekt, in diese Falle sind auch schon genügend Menschen rein gelaufen.
Übrigens ist dieser Effekt, den man beim Sonnenbaden beobachtet dass man hinterher besser drauf ist, sowieso nicht ausschl. auf D3 zurückzuführen, sondern mehr auf durch Sonneneinstrahlung erzeugte Beta-Endorphine.
Einen höheren Spiegel (wenn man dies nun unbedingt möchte) von >60 ng/ml sollte man z. Z. sowieso nicht in Angriff nehmen (es sei denn man legt Wert darauf, die sich sehr wahrscheinlich dann bildenden Nierensteine, turnusmässig zertrümmern lassen zu wollen, eine israelische Studie zeigt diesen Zusammenhang übrigens recht eindeutig [Better OS, Shabtai M, Kedar S, Melamud A, Berenheim J, Chaimovitz C (1980) Increased incidence of nephrolithiasis (N) in lifeguards (LG) in Israel. Adv Exp Med Biol 128:467–472 PMID: 7424691]), da für genannte Spiegel und einen diesbzgl. angeblichen Vorteil noch nicht ausreichend gesicherte wissenschaftliche Daten vorhanden sind. Viel wichtiger ist, da man hier im Winter 6 Monate lang keine Sonne bekommt, das ganze Jahr über sich auf einen gleichmässigen, und vor allem medizinisch nach derzeitigem Kenntnisstand gesunden Level einzupendeln, also sprich gewünschter Zielwert (ca. 45ng/ml) + potenziell anzunehmender Range v. +/- 8 ng/ml Schwankung, welcher der Körper natürlicherweise unterliegt.
Siehe:
vitamind.net/ueberdosierung
Es gibt Studien die zeigen, dass bei Blutserum-Spiegeln von 40 bis 100 ng/ml das Risiko verschiedenster Krebsarten minimiert wird, was auf den ersten Blick erstmal ganz toll klingt, und wahrscheinlich auch viele motiviert in diesen Bereich vordringen zu wollen, aber auch hier halte ich die Datenlage nicht für eindeutig (Korrelation heißt noch lange nicht Kausation!), ein Begriff, der in der heutigen Wissenschaft oftmals verwechselt wird. Auch noch so auf den ersten Blick erscheinende eindeutige Korrelationen, sind manchmal tatsächlich keine.
Man muss sich heute sowieso wundern, was teilweise als wissenschaftlich fundiert durch den Peer-Review durchgeht.
Eins noch zum Schluss:
Viele schwören auf Tropfen, meine Meinung dazu: ja es stimmt das Tropfen im Mund, wenn man sie lange unter der Zunge zergehen lässt über die Schleimhaut besser aufgenommen werden, nur ein Problem wird dabei m. E. leider häufig übersehen. Keiner weiß, wie viele Einheiten in einem Tropfen bei welcher Temperatur vorhanden sind ( zumindest habe ich noch keinen Anbieter gefunden bei dem es deutlich deklariert war, wahrscheinlich wissen das Chemiker oder Pharmazeutiker, aber das ist mir jetzt zu aufwändig das alles nachzurecherchieren). Werden die Tropfen im Kühlschrank gelagert, könnte es sein, dass die angegebene Menge von 1000 IE als Beispiel stimmt. Werden die Tropfen hingegen bei 32 Grad im Wohnzimmer gelagert, wird durch das Ausdehnen der Flüssigkeit wahrscheinlich mit einem Tropfen nicht mehr 1000 IE, sondern u. U. nur noch 900 IE zugeführt, deswegen halte ich von Tropfen nichts. Hat man keine genaue Angabe über die enthaltenen IE/Tropfen bei welcher Lagertemperatur, kann man damit nur schwerlich kalkulieren. Bei 10 bis 15 zugeführten Tropfen kann das schon eine beachtliche Menge ausmachen, obwohl es hier sicherlich noch vertretbar wäre.
Für Höchstdosierer mit 50 Tropfen könnte das evtl. ganz schnell 4.000 bis 5.000 IE ausmachen, nach oben oder nach unten, je nachdem auf welche Lagertemperatur sich der Hersteller bezieht und bei welcher Temperatur man selber Lagern tut. Das soll dann bitte jeder selber entscheiden, ich halte von Tropfen aus genau diesem Grund gar nichts, bzw. sehe ich mich nicht in der Lage, bei fehlender Dichte zu Temperatur-Angaben solche Produkte zu handeln.
Anyway, Tabletten sind in diesem Fall besser, auch wenn die Resorption im Darm nicht so gut ist. Man hat sichergestellt, dass man weiß was in einer Tablette drin ist, die Anzahl IE des Wirkstoffes bleibt immer gleich, unabhängig von der Temperatur.
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